„Etta“, das vierte Soloalbum von Paul Plut, erzählt die Geschichte seiner Großtante, die
1941 mit einer Behinderung in eine nationalsozialistisch geprägte Familie hineingeboren
wurde und der ihre Eltern „das Sterben gönnten“.
Ausgangspunkt von Pluts Suche ist eine rätselhafte, 85 Jahre alte Kinderzeichnung auf
dem Dachboden seiner Familie, die einen Grabstein mit dem Namen „Etta“ zeigt. Anhand
von Gesprächen und Archivrecherchen, Krankenakten und Totenbüchern rekonstruiert er
die Geschichte seiner Großtante. Die Auseinandersetzung führt ihn zu den NS-Morden an
Menschen, die als „Ballastexistenzen“ bezeichnet wurden und zur Frage, inwiefern die
menschliche Würde auch heute noch im Wechselkurs der wirtschaftlichen Nützlichkeit
einer Person gehandelt wird.
In sechs Stücken spannt Paul Plut einen Bogen zwischen Täter:innen, Opfern und
Beistehenden. „Etta“ ist keine Anklage und kein Denkmal, sondern eine tastende,
widersprüchliche Auseinandersetzung mit der Verantwortung für die eigene
Familiengeschichte.
Das Album erscheint am 12. Februar 2027, begleitet von einem Essayfilm der
Analogkünstlerin Stefanie Weberhofer und einem Podcast der Zeithistorikerin Sabrina
Peer. Live wird „Etta“ mit fünfköpfiger Band und Live-Visuals aus Weberhofers Essayfilm
präsentiert.
Lugar del evento
Spielboden Dornbirn
Färbergasse 15
6850 Dornbirn
Austria 6850 Dornbirn