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28 Jul '22, 08:30 PM Chelsea
U-Bahnbögen 29-32, Lerchenfelder Gürtel, 1080 Wien
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Details

CHELSEA
CAROSELLIS / ICH BIN ZU DRITT
Venue: Chelsea
U-Bahnbögen 29-32, Lerchenfelder Gürtel, 1080 Wien

Doors: 08:00 PM
Starts: 08:30 PM

Post Mortem-Party für Heike Mangold und Lörkas und Räudiger Birthday Bash mit Ich Bin Zu Dritt, Carosellis und Special Guests

Robert „Räudig“ Wolf, ja, der Chuzpe-Vordenker, begeht heuer den letzten Geburtstag mit einem 6er davor. Alles was danach kommt - sagt er - ist wie die Bonustracks auf dem 13. Remaster deines Lieblingsalbums - nice to have, aber eben nur ein Bonus. Jedenfalls wird er zu diesem Anlass erstmals auf der Bühne feiern und die Gitarre ordentlich rückkoppeln lassen. Welches Transportmittel wäre dazu besser geeignet als die von aller musikalischen Vernunft befreite Impro-Lärmkapelle Carosellis. Als passendes Gegenstück werden sich die famosen Freunde von ‚Ich Bin Zu Dritt‘ ihr zeitloses und intensives Liedgut aus den Herzen reißen.
Gleichzeitig ist der Abend auch als liebe- und respektvolle Verbeugung vor Heike Mangold und Lörkas gedacht. Es hätte eigentlich im Frühjahr 2020 an gleicher Stelle ein Fest zu ihren Ehren stattfinden sollen, das aber aus sattsam bekannten Gründen abgesagt werden musste. Das und die Präsentation der Carosellis 10“ ‚Green Is The Color‘ werden hiermit nachgeholt.

CAROSELLIS wurden 1983 von Eva Caroselli und Hardy Walenta als Punkband gegründet und spielen mittlerweile eine räudige Mischung aus Bluesrock, (Post)punk, Dada, Krautrock und Monotonbeat. Robert ‚Räudig‘ Wolf, stieg 2016 als Bassist ein und übernahm nach dem Ableben der Punklegende Lörkas‘ die Gitarre. Julia ‚The Bassenger‘ Zemanek und Gilbert Medwed, der statt der  leider viel zu früh verstorbenen Heike Mangold das Schlagzeug besetzt, komplettieren das aktuelle Line-up (und senken dankenswerterweise den Altersschnitt).
Denkt euch Captain Beefheart als Sänger von The Fall, Can und Motörhead, schon habt ihr eine leise Ahnung wohin die wilde Reise der Carosellis geht. Texte aus dem weiten Feld der Popmusik (Tocotronic, Ärzte, Helge Schneider usw) werden mit kindlich-anarchistischer Freude dekonstruiert, neu zusammengesetzt und mit eigenen Stücken verwoben. Die dürfen zwar ein Grundgerüst haben, müssen aber natürlich stets anders gespielt werden, denn alles darf sein, außer Langeweile. Dank dem telepathischen Verständnis der Mitwirkenden untereinander geht sich das wunderbar aus.

ICH BIN ZU DRITT sind Franz Bröckel (Gesang, Gitarre), Peter Bellmond (Bass), Daniel Sonnleitner (Keyboards) und Chris Duller (Schlagzeug, Gesang) – alle sind seit Jahrzehnten in der österreichischen Musikszene präsent. In unterschiedlichsten Rollen, Bands und Zusammenhängen.
Das Quartett gibt es seit Herbst 2008, die Geschichte der einzelnen Drittel-Ich-Fahnenträger reicht weit länger zurück. Bröckel war bereits 1977 – als pubertierender Fünfzehnjähriger! – Mastermind von Chaos, der ersten Punkband Vorarlbergs, wenn nicht gar Österreichs. In Wien geriet er in den 80er-Jahren in die Szene um das Kultlokal Blue Box, wo er in einschlägigen Bands wie Passepartout, The Thorns und Rose Club mitwirkte. Ende der Achtziger gründete Bröckel mit Duller die kurzlebige Akustikband Music From The Fields - mit dem späteren FM4-„Im Sumpf“-Feuilletonisten Fritz Ostermayer
Ab 1990 waren wiederum Bellmond und Sonnleitner Mitglieder der Wiener Dark-Wave-Band Siamese Rouge; ersterer wechselte 1993 zu Franz Bröckels neuer Band Inside Marilyn. Nachdem die jeweiligen musikalischen Aktivitäten ab den Nullerjahren langsam zu versickern begannen, entschloss man sich anno 2008, mit Ich Bin Zu Dritt wieder ernst zu machen. Anfangs aus der Keimzelle Bröckel-Bellmond-Duller bestehend, wurde die Band 2009 um Sonnleitner ergänzt.
Nach diversen Auftritten zwischen Fluc, U4, B72, Celeste, Arena und Chelsea erschien im Februar 2015 „Heaven, Hell & Bollocks“. Das Album enthält zehn Songs (Musik: Bröckel, Text: Duller), die unbeeindruckt vom Geist der Zeit ihren eigenen Weg gehen, denn es hätte diese Band schon immer geben können. Und sie hätte von überall her kommen können. Englische Texte gehören für diese ewig jungen Herrschaften sowieso zum Pop-Vokabular wie eine coole Hookline und ein satter Refrain. Ihr Sound ist ein Manifest einer konsequent sturen Haltung.