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6. Cine Latino Festival
AQUARIUS
Veranstaltungsort: Filmcasino
Margaretenstraße 78, 1050 Wien, Österreich
Beginn: 20:15


„Der Film, der die Croisette zum Tanzen, zum Lachen und zum Weinen brachte.“
Le Figaro


Dieses einfühlsame Porträt einer kämpferischen Frau war ein Höhepunkt im Wettbewerb des Filmfestivals in Cannes und ist eines der ganz großen Kinoerlebnisse des Jahres. In der Hauptrolle: die brasilianische Filmikone Sônia Braga mit einer überragende Vorstellung.

Die 65-jährige, verwitwete Musikkritikerin Clara, Tochter einer angesehenen Familie im brasilianischen Recife, ist die letzte Bewohnerin des zweistöckigen Apartmenthauses „Aquarius”. Das in den Vierzigerjahren errichtete Gebäude steht in der noblen, am Meer gelegenen Avenida Boa Viagem. Alle anderen Wohnungen wurden bereits von einen Investor gekauft, die stattdessen einen modernen Komplex errichten will. Die stolze Clara denkt jedoch nicht daran ihr Haus mit all seinen Erinnerungen zu verlassen. Immer wieder kehrt Aquarius in großartig gefilmten Rückblenden in Claras Jugend in den 1980ern zurück. Unterlegt sind diese mit fabelhafter Musik, die im Leben der Kritikerin und somit auch im Film eine zentrale Rolle spielt. Gleich die Eingangsszene am Strand mit Queens „Another One Bites the Dust“ aus den wummernden Boxen des Autoradios ist atemberaubend.
„In Brasilien wird die Vergangenheit andauernd verdrängt“, sagt Regisseur Mendonça Filho. Das Haus Aquarius gibt es wirklich. „Es ist 60 Jahre alt und hätte tatsächlich schon abgerissen werden sollen. Ich wollte einen Film auch darüber machen, dass ein Menschenleben ganz konkret mit den physischen Orten zusammenhängt, an denen man lebt und dass sowohl Menschen als auch Gebäude dadurch reicher werden, dass einfach Zeit vergeht.“

„Sônia Braga ist überwältigend.“ Los Angeles Times

„So sehr „Aquarius“ das Porträt einer faszinierenden Hauptfigur ist, so ist der Film auch ein informierter Kommentar zu den soziopolitischen Probleme Brasiliens, das nach wie vor von Korruption und Nepotismus gelenkt ist sowie von Rassenspannungen, Klassendifferenzen und der damit einhergehenden Gentrifizierung.“ ORF